Heizwärme durch erneuerbare Energie

Erneuerbare Energie ist auf dem Vormarsch. Die Gesamtleistung der in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen hat inzwischen die Marke von 40 Gigawatt überschritten. Die daraus produzierte Solarenergie deckt rechnerisch den Jahresstromverbrauch von über 10 Mio. Dreipersonenhaushalten – das meldet der Bundesverband Solarwirt­schaft (BSW-Solar). Der Photovoltaik-Weltmarkt dürfte nach Erwartungen des Branchenverbandes stark wachsen.

Erneuerbare Energie vor Gas und Öl

61,5% der 2015 fertiggestellten knapp 106.000 Wohngebäude werden laut Statistischem Bundesamt ganz oder teilweise mit erneuerbaren Energien beheizt. In 38,0% aller neuen Wohngebäude kommen demnach primär erneuerbare Energien zum Einsatz, in 51,5% wird vorrangig Gas verfeuert. Die übrigen Energiequellen (unter an­derem Fernwärme, Öl und Strom) erreichen zusammen 10,5%.

Werden Wohnungsneubauten primär mit erneuerbaren Energien beheizt, so geschieht dies vor allem mit Wärmepumpen (63,9%), die der Luft oder dem Wasser Wärme ent­ziehen (Umweltthermie), sowie Geothermieanlagen (18,6%).

Wurden Umweltthermie, Geothermie oder Gas als primäre Energiequelle gewählt, waren diese in mehr als 50% der neuen Wohngebäude jeweils der alleinige Energieträger. Wa­ren sie nicht der ausschließliche Energieträger, wurden sie am häufigsten durch Holz ergänzt. Gasheizungen wurden bevorzugt mit Solarthermie kombiniert (26,8%).

Zu den erneuerbaren Energien zählen Umweltthermie (Luft- und Wasserwärmepum­pen), Geothermie, Solarthermie, Holz, Biogas/Biomethan sowie sonstige Biomasse. Zu den konventionellen Energien zählen Öl, Gas und Strom. Fernwärme stellt eine weitere Energiequelle dar.

Erneuerbare Energie
Erneuerbare Energie durch eine Solarwärmeanlage

Solarwärmeanlage durch erneuerbare Energie

In Deutschland haben sich bereits über zwei Millionen Haushalte für die Errichtung einer Solarwärmeanlage entschieden und jedes Jahr kommen rund 100.000 Haushalte dazu. Sie heizen in der Regel preiswerter, unabhängiger und klimafreundlicher als Haushalte, die lediglich auf Öl oder Gas setzen. Der Einbau einer Solarheizung wird vom Staat mit mehreren tausend Euro gefördert. Was man beim Umstieg auf eine Sonnenheizung beachten sollte und welche Fragen dabei zu klären sind, hat der Bundesverband Solarwirtschaft in einem kostenlosen Merkblatt zusammengefasst.

„Sonnenheizungen beruhen auf einer ausgereiften und langlebigen Technik. Wer qualitativ hochwertige Komponenten verwendet, die dem Wärmebedarf und dem Gebäude entsprechend dimensioniert sind und fachgerecht installiert werden, kann viele Jahre mit der Kraft der Sonne heizen“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft. „Woran man gute Kollektoren erkennt und wie man den richtigen Fachbetrieb findet, zeigen wir in unserem kostenlosen Merkblatt.“

Zu finden ist das Merkblatt auf www.solarwirtschaft.de/unsere-themen-solarthermie/verbraucherrat.html

lebt in Stuttgart und betreibt als unabhängiger Holzhaus-Experte aus Leidenschaft verschiedene Blogs und das Portal holzbauwelt.de. Er informiert über Trends im Wohnungs- und Gewerbebau mit dem Baustoff Holz und Fördermöglichkeiten für den privaten Bauherr. E-Mail senden