Wohlfühlen mit Holz im Innenbereich

Holz ist nicht nur Baustoff sondern ein beliebtes Material im Innenbereich des Hauses. Echte Holzfußböden sind ästhetisch, warm, behaglich, nachhaltig und werthaltig – das sind die überzeugenden Attribute. Ob hell oder dunkel, hart oder weich, modern oder rustikal – die Hölzer unserer heimischen Wälder befriedigen jeden Geschmack.

Holz und natürliches Design mit Massivholzdielen

Massivholzdielen sind der Klassiker unter den Holzfußböden. Sie sind extrem langlebig und mehrfach abschleifbar – ein kaum schlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis.

Holz als Massivholz-Parkett

Massivholz-Parkett wird in mehreren Ausführungen und Stärken (z.B. Stab-, Mosaik-, Dünnparkett, Holzpflaster) angeboten. Die Parkettstäbe mit Nut und Feder können in verschiedenen Mustern geklebt, geschraubt oder genagelt werden. Eine Sonderform ist das Klammerparkett mit Metallbügeln, das schwimmend auf elastischen Unterlagen (Kork, Filz, Holzweichfaserplatten) verlegt wird. Der Vorteil liegt im relativ flachen Fußbodenaufbau, der sich gut im Altbau einsetzen lässt. Außerdem können diese Parkettstäbe bei einem Umzug leicht mitgenommen werden.

Holz
Bauen mit Holz im Innenbereich schafft Behaglichkeit

 Holz Fertigparkett

Es wird aus zwei oder drei Holzlagen hergestellt, die kreuzweise miteinander verleimt sind. Die Deckschicht besteht aus 2 bis 5mm dicken Furnieren. Für Mehrstabelemente ist die Bezeichnung „Schiffsboden“ gebräuchlich, Einstabelemente werden auch als „Landhausdielen“ bezeichnet. Oberflächlich lässt sich das Fertigparkett nicht von einem Vollholzboden unterscheiden. Nachteilig ist aber, dass durch die dünne Nutzschicht ein mehrfaches Aufarbeiten wie bei Massivparkett kaum durchgeführt werden kann. Das dünne Zweischichtparkett muss außerdem fest mit dem Untergrund verklebt werden. Bei der Verklebung von Parkett auf den Untergründen ist immer mit Emissionen zu rechnen.

Fertigparkett wird überwiegend mit herstellerseitig aufgebrachter Versiegelung geliefert. Eventuelle Beschädigungen der Oberfläche lassen sich hierbei nur durch vollständiges Abschleifen und Neubeschichten reparieren. Bevorzugen Sie unbedingt eine geölte und gewachste Oberfläche, die auch hohen Beanspruchungen standhält, bei Bedarf ansatzlos repariert werden kann und vor allem die natürlichen Holzeigenschaften bewahrt.

Werkstoffplatten aus Holz

Bei geringen Ansprüchen an die Optik können auch Holzwerkstoffplatten als Bodenbelag dienen. Spanplatten oder OSB-Platten halten allerdings keine hohe Beanspruchung aus. Als Übergangslösung vor dem Einbau eines echten Holzbodens kann empfohlen werden, emissionsarme Platten (erkennbar am „Blauen Engel“ nach RAL UZ 38 oder am Natureplus-Label) auf eine geeignete Unterkonstruktion oder Trittschallplatte zu bringen. Dann können Sie später ohne großen Aufwand Parkett oder Dielen direkt auf diesen Platten verlegen. Sogenannte OSB-Platten finden oft Verwendung beim Wandaufbau für Holzhäuser der Holzfertighaus-Hersteller.

Energieeffizient bauen mit KFW-Förderung

Welche Familie wollte nicht in einem energieeffizienten Fertighaus wohnen das wenig Energie zum Heizen und für Warmwasser benötigt. Fertighaus-Hersteller bauen alle Energiestandards vom Effizienzhaus bis zum Plusenergiehaus, das sogar Energieüberschüsse produziert. Und der Bund gibt den Bauherren noch Zuschüsse aus dem Förderprogramm – energieeffizient Bauen –  durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau, besser bekannt als KfW, hinzu. Deshalb ist es für künftige Baufamilien wichtig, welche Förderungen es zum Hausbau gibt.

Förderprogramm der KfW – energieeffizient bauen –  im Überblick

Energieeffiziente Gebäude sind ein wichtiger Bestandteil der Energiewende und werden deshalb staatlich gefördert. Als Grundsatz gilt: Je effizienter das Haus, desto höher die Förderung. Gradmesser sind die Effizienzhaus-Standards der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Die wichtigsten Effizienzhäuser sind KfW 40, KfW 40 plus, KfW 55. Das KfW-Effizienzhaus ist ein technischer Standard den die KfW als Maßstab zur Energieeffizienz und zur Förderung nutzt. Als Grundsatz gilt: Je effizienter das Haus, desto höher die Förderung. Gradmesser sind die Effizienzhaus-Standards der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Hier einige Auszüge aus der Förderung zum Neubau eines Hauses. Vor allem was wird gefördert?

  • Die KfW fördert den Neubau oder Erst­erwerb eines KfW-Effizienzhauses 55, 40 oder 40 Plus, und zwar

    • beim Neubau: die Bau- und Bauneben­kosten (ohne Grundstücks­kosten) sowie die Kosten der Beratung, Planung und Bau­begleitung
    • beim Kauf: den Kaufpreis für das Wohn­gebäude (ohne Grundstückskosten).
    • diese Förderung greift jedoch nicht bei der Finanzierung beim Bau von Ferienhäuser und Ferienwohnungen

Energieeffizient bauen mit einem KfW-Effizienzhaus?

Nach dem Grundsatz: Je effizienter das Haus, desto höher die Förderung steht das KfW-Effizienzhaus 40 plus an erster Stelle:

energieeffizient bauen
KfW-Effizienzhäuser vom Holzhaus-Hersteller energieeffizient bauen lassen. Foto: Regnauer Hausbau

Das KfW-Effizienzhaus 40 Plus benötigt 40 % der Energie, die ein vergleichbares Referenzgebäude laut Energieeinsparverordnung höchstens verbrauchen sollte. Zusätzlich verfügt es über folgendes Plus Paket:

  • eine stromerzeugende Anlage auf Basis erneuerbarer Energien
  • ein stationäres Batteriespeichersystem (Stromspeicher)
  • eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • eine Visualisierung von Stromerzeugung und Stromverbrauch über ein entsprechendes Benutzerinterface

Das KfW-Effizienzhaus 40 benötigt 40 % der Energie, die ein vergleichbares Referenzgebäude laut Energieeinsparverordnung höchstens verbrauchen sollte. Gemessen werden Jahresprimärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust.

Das KfW-Effizienzhaus 55 benötigt 55 % der Energie, die ein vergleichbares Referenzgebäude laut Energieeinsparverordnung höchstens verbrauchen sollte. Gemessen werden Jahresprimärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust.

Nicht immer ist es vorteilhaft sich die höchstmögliche KfW-Förderung zu sichern. Lassen sie sich von ausgewählten Holzfertighaus-Herstellern beraten, welcher Energiestandard am besten zu Ihrem Traumhaus passt und wie sie energieeffizient bauen können. Weitere Informationen und Berechnungen zum Programm energieeffizient bauen zur KfW-Förderung finden sie hier.

Solarstromanlage lohnt sich für Hausbesitzer

Die Solarstromanlage auf dem eigenen Dach kann sich für viele Hausbesitzer wieder lohnen. Laut der Zeitschrift „Finanztest“ sind jährliche Renditen bis zu acht Prozent möglich – wenn man es richtig angeht. Die Förderung gekappt, die Batterien zu teuer – eine Solarstromanlage auf dem Dach galt in den vergangenen Jahren nicht gerade als gute Geldanlage. Das hat sich laut der Zeitschrift „Finanztest“ mittlerweile wieder deutlich geändert. Je nachdem, wie ein Hausbesitzer die Anlage betreibt, lassen sich damit durchaus ordentliche Renditen erwirtschaften.

Die Experten von „Finanztest“ machen dazu Beispielrechnungen auf: Am ehesten lohnt sich nach ihren Angaben eine Anlage mit Eigenverbrauch und ohne Batteriespeicher. Wer einen üblichen Preis für die Anlage bezahle – für eine Sechs-Kilowatt-Anlage rechnen die Experten mit 7800 Euro – und 25 Prozent des Stroms selbst nutze, erwirtschafte je nach Sonnenausbeute eine Rendite von 5,6 bis 8,0 Prozent Prozent pro Jahr. Unter optimalen Bedingungen könne die Rendite sogar zweistellig ausfallen.

Solarstromanlage mit Batteriespeicher ist wirtschaftlich

Auch Anlagen mit ergänzendem Batteriespeicher können demnach wieder wirtschaftlich sein. Das liege vor allem daran, dass sich die Preise für die Speicher seit Mitte 2013 halbiert haben. Dennoch sind die Anlagen in der Anschaffung teurer. Für eine Sechs-Kilowatt-Anlage rechnen die Experten mit 13.300 Euro. Dafür kann man mehr Strom selbst verbrauchen – auch in Zeiten, in denen die Sonne nicht scheint. Bei einem Eigenverbrauch von 50 Prozent ist laut „Finanztest“ eine Rendite von 1,8 bis 3,9 Prozent drin.

Solarstromanlage
Solarstromanlage mit Batteriespeicher für autarke Stromversorgung ©greentec-solar

Am wenigsten Rendite bringt laut der Untersuchung das vollständige Einspeisen des Solarstroms ohne Eigenverbrauch. Hier kam „Finanztest“ bei den derzeitigen Kosten auf 1,0 bis 3,3 Prozent. Bei ihren Beispielrechnungen gehen die Experten davon aus, dass eine Anlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses 850 bis 1000 Kilowattstunden Ertrag pro Jahr bringt. Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht pro Jahr 4500 Kilowattstunden Strom.

So speichern sie Strom – Preisgünstige Akkus für den Keller

Strom speichern und und sich von Stromkonzernen unabhängig machen. Wer sich eine neue Anlage zulegen will, sollte auch auf den Platz achten. Für ein Kilowatt Leistung benötigt man etwa sieben bis zehn Quadratmeter Fläche. Für moderne Einfamilienhäuser sind drei bis zehn Kilowatt normal.

Laut den Experten wird schon jetzt jede zweite neue Photovoltaik-Anlage zusammen mit einem Speicher verkauft. Nur etwa zehn Prozent davon werden in bestehenden Anlagen installiert. Damit sich auch das Nachrüsten rechnet, müssten die Preise für Speicher noch einmal um die Hälfte fallen. „Finanztest“ rät den potenziellen Käufern, neue Photovoltaik-Anlagen erst Anfang 2019 in Betrieb zu nehmen, statt Ende 2018. So sichere man sich die Einspeisevergütung fast ein volles Jahr länger

Wärmepumpe – Förderung und Funktionsweise

Die Mittel zur Förderung der Wärmepumpe mit dem Marktanreizprogramm des BAFA und in den Programmen der KfW sind im Entwurf des Bundeshaushalts für 2019 vorgesehen. Dieser wurde vom Bundeskabinett beschlossen. Im Haushaltsentwurf sind die entsprechenden Mittel vorgesehen.

Das BAFA-Marktanreizprogramm zur Förderung von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien mit dem Schwerpunkt im Wärmemarkt sowie der Energiegewinnung aus Geothermie und Biomasse verfügt 2019 über Mittel in Höhe von insgesamt rund 226 Millionen Euro. Ergänzende Mittel sind im Energie- und Klimafonds (EKF) vorgesehen.

Das Marktanreizprogramm stieß auch im ersten Halbjahr 2018 auf großes Interesse: So verzeichneten die Anträge auf Förderung einer effizienten Wärmepumpe ein Plus von rund 22% gegenüber dem Vorjahr.

Energieeffiziente Wärmepumpe ist in KfW-Förderung enthalten

Auch die Finanzierung der KfW-Programme „Energieeffizient Bauen“ und „Energieeffizient Sanieren“ ist Teil des Haushaltsentwurfs. Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm ist ein wichtiges Instrument der Bundesregierung zur Umsetzung der klima- und energiepolitischen Ziele im Gebäudebereich. Neuzusagen in diesen Förderprogrammen werden seit 2012 über Mittel des EKF finanziert, der für 2019 Gesamtausgaben in Höhe von ca. 4,6 Miliarden Euro vorsieht.

Wärmepumpe KfW
KfW Effizienzhaus 55 mit Wärmepumpe – Regnauer Hausbau

Die Zahlen des BAFA belegen zudem einen allgemeinen Aufschwung in den Anträgen auf Förderung erneuerbarer Wärme: Insgesamt wurden für Wärmepumpen, Biomasse und Solarenergie bereits zur Jahreshälfte 16.319 Anträge mehr gestellt als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Bei der Verteilung der Förderanträge gingen Stand Mai 2018 vornehmlich Anträge zur Förderung von erdwärmegekoppelten Wärmepumpen ein. Das belegt das aktuelle MAP-O-Meter des BWP.

Was ist eine Wärmepumpe und wie funktioniert sie?

Ganz einfach: Eine Wärmepumpe pumpt Wärme aus der Umwelt ins Haus, hebt sie auf ein höheres Temperaturniveau und macht sie so für die Heizung nutzbar. Das Prinzip der Wärmepumpe funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank und ist unabhängig von den verschiedenen Varianten immer gleich:

  1. Im Verdampfer befindet sich ein flüssiges Kältemittel, welches bereits bei relativ niedrigen Temperaturen verdampft. Dafür genügt beispielsweise schon die Wärme aus dem Erdboden, die vom Kältemittel aufgenommen wird.
  2. Das gasförmige Kältemittel wird im Kompressor verdichtet. Dies erhöht den Druck und damit die Temperatur des Kältemittels.
  3. Das erwärmte Kältemittel gelangt nun in den Kondensator (Verflüssiger), gibt dort seine Wärme an das Heizungssystem für das Gebäude ab und wird wieder flüssig.
  4. Das noch unter Druck stehende Kältemittel gelangt durch das sogenannte Expansions- oder Entspannungsventil wieder auf das ursprüngliche niedrige Druckniveau und dann weiter zum Verdampfer, wo der Prozess neu beginnt.

KfW Effizienzhaus 40 plus oder Passivhaus Plus

Wer sich für ein KfW Effizienzhaus 40 plus oder Passivhaus Plus entscheidet, der besitzt einen zeitgemäßen und zukunftsfähigen Effizienzstandard. Zudem sichert er sich einen möglichst hohen Grad an energetischer  Unabhängigkeit. Aus KfW-Mitteln kann er dabei für das KfW-Effizienzhaus 40 plus von einem Tilgungszuschuss von 15 %  zuzüglich eines zinsvergünstigten Darlehen profitieren.

Der Passivhausstandard ist wirtschaftlich betrachtet durch die hohe Energieeinsparung langfristig günstiger als eine herkömmliche Bauweise. Am Anfang müssen jedoch höhere Investitionskosten aufgebracht werden, um das Bauvorhaben umsetzen zu können. Die Mehrkosten für die verbesserten Fenster, eine Lüftungsanlage und dickere Dämmung können zu einem großen Teil durch Fördermittel aufgefangen werden.

Wer seine eigene Energiewende beim Bauen einleiten möchte, der verfügt mit dem Passivhaus über ein Wohngebäude, das seinen äußerst geringen Energiebedarf nahezu aus regionalen Energiequellen decken kann. Die Versorgungsstruktur entwickelt sich von fossilen Energieträgern hin zu Erneuerbaren erfreulich rasch

KfW Effizienzhaus 40 plus oder Passivhaus Plus Haus bauen?

Das Passivhaus Institut hat mit dem System der „Erneuerbaren Primärenergie“ (PER / Primary Energy Renewable) ein neues, zukunftsfähiges Bewertungssystem entwickelt, das auch eine korrekte und faire Bewertung der Energieerzeugung am Gebäude leistet. Auf diesem Bewertungssystem aufbauend, gibt es künftig drei

  • Das Passivhaus Classic, das dem bisherigen Passivhaus entspricht.
  • Das Passivhaus Plus, das beispielsweise über Photovoltaik zusätzlich Energie erzeugt. Bezogen auf ein Einfamilienhaus hat es etwa eine „ausgeglichene“ Energiebilanz: In der – freilich irreführenden – „bilanziellen Betrachtung“ über das ganze Jahr, ist die Summe der erzeugten Energie etwa gleich der Summe der benötigten Energie.
  • In einem Passivhaus Premium wird deutlich mehr Energie erzeugt, als benötigt wird. Es ist damit ein „Bonbon“ für besonders Ambitionierte – für Bauherren und Planer, die mehr tun möchten, als das, was ökonomische und ökologische Erwägungen ohnehin nahelegen. Das Passivhaus Institut setzt darauf, die Attraktivität des Passivhaus-Standards für diese Avantgarde weiter zu steigern.
KfW Effizienzhaus 40 plus oder Passivhaus plus
KfW Effizienzhaus und Passivhaus plus sind zukunftsfähige Energiesparhäuser

Energieeffizient bauen: das KfW-Effizienzhaus

Sie planen ein neues Haus zu bauen oder zu kaufen – ein KfW Effizienzhaus 40 plus oder Passivhaus plus? Oder eine neue Eigentumswohnung? Dafür können Sie Förder­gelder vom Staat erhalten – als zins­günstigen Kredit der KfW, verbunden mit einem Tilgungs­zuschuss. Die Voraussetzung: Ihre Immobilie erreicht den Standard eines KfW-Effizienz­hauses – oder eines vergleich­baren Passiv­hauses. Je höher der energetische Standard ist, umso höher fällt die Förderung aus. Denn dann steigt der Tilgungs­zuschuss und Sie müssen weniger zurückzahlen. Das passende Förderprodukt dafür ist der Kredit Energieeffizient Bauen (153) .

Das KfW-Effizienzhaus

Beim Bau oder Kauf lohnt es sich, auf den KfW-Effizienz­haus-Standard zu achten. Damit können Sie

  • Energiekosten sparen
  • den Wert Ihrer Immobilie steigern
  • den Wohnkomfort erhöhen
  • von Fördergeldern profitieren

Für das KfW-Effizienz­haus gibt es verschiedene Stufen, angegeben durch Kenn­zahlen. Je kleiner die Kenn­zahl, desto geringer der Energie­bedarf und desto höher die Förderung.

Beim Neubau werden die Standards KfW-Effizienz­haus 40 Plus, 40 und 55 gefördert. Entscheidend für die Einordnung ist die energetische Qualität der Immobilie. Sie wird mit den Referenz­größen Primär­energie­bedarf und Trans­missions­wärme­verlust gemessen.

 

Gebäudeenergiegesetz: energieeffizientes Bauen

Das geplante Gebäudeenergiegesetz (GEG) sollte eigentlich schon im Februar 2017 vom Bundeskabinett abgesegnet werden. Doch daraus wurde nichts. Durch die Initiative der Zusammenlegung der Gesetze und in diesem Zusammenhang formulierte zusätzliche Verschärfungen der energetischen Vorgaben, könnte Bauen in Deutschland nach damaliger Meinung noch teurer werden. Diese Befürchtungen hielt die Bundestags-Union weiter aufrecht. Neue Abstimmungen sind nun nötig, damit das GEG eine neue Chance für ein Inkrafttreten Ende 2018 hat.

Verzögerungen beim Thema „Energieeffizientes Bauen“ gibt es derzeit in Deutschland allerdings nicht nur beim geplanten Gebäudeenergiegesetz, sondern schon in den Einzelverordnungen. So hat die Bundesregierung bislang noch keine eigenen konkreten Vorgaben definiert für sogenannte Niedrigstenergiegebäude, die ab 2021 für private Gebäude als Standard gelten sollen. Das schreibt die EU-Gebäuderichtlinie vor.

Bereits ab 2019 soll er für öffentliche Gebäude gelten und hierbei beruft sich die Bundesregierung auf das Niveau eines KfW-Effizienzhaus 55 als Vorgabe. Der seit 1. Januar 2016 einzuhaltende Jahres-Primärenergiebedarf soll dafür um 26 Prozent unterschritten werden, die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz um zwölf Prozent.

Gebäudeenergiegesetz
Fertighaus als KfW-55-Effizienzhaus (KfW-55) © Keitel Haus

Gebäudeenergiegesetz: Die geplanten Neuerungen

Der Referentenentwurf zum Gebäudeenergiegesetz stammt vom 23. Januar 2017 und sieht neben der eigentlichen Zusammenlegung der drei Regelwerke und einer noch zu konkretisierenden Definition von Niedrigstenergiegebäuden nach Angaben des Ökozentrums NRW vor:

  • dass das in der EnEV festgelegte Referenzgebäude mit allen energetischen Vorgaben zwar weitestgehend erhalten bleibt – nur der Öl-Brennwertkessel wird durch einen Gas-Brennwertkessel ersetzt,
  • dass die DIN V 18599 von Oktober 2016 für die energetische Bilanzierung aller Gebäude eine Neufassung erhält und das alte Bewertungsverfahren für Wohngebäude nach DIN V 4108-6 und DIN V 4701-10 nach einer Übergangsfrist bis Ende 2018 abgeschafft wird,
  • dass die Möglichkeiten zur Anrechnung von gebäudenah erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien ausgeweitet werden,
  • dass eine „Neujustierung“ der Primärenergiefaktoren unter Berücksichtigung der Klimawirkung (CO2-Emissionen) und weiterer Nachhaltigkeitskriterien auf eine später zu erlassende Verordnung ausgelagert wird,
  • dass ein „Erfüllungsnachweis“ für Neubauten zur Verbesserung des Vollzugs der Anforderungen gelten soll,
  • dass Energieausweise in Zukunft verpflichtend auch CO2-Kennwerte enthalten sollen. Die Effizienzklassen orientieren sich dann nicht mehr an der Endenergie, sondern an der Primärenergie. Die Ausstellungsberechtigung für Nichtwohngebäude soll auf alle Berufsgruppen des bisherigen §21 EnEV erweitert werden.

Nun startet eine neue Diskussion um das Gebäudeenergiegesetz und es bleibt abzuwarten, ob es einen komplett neuen Gesetzesentwurf gibt oder nicht und ob es wirklich in diesem Jahr noch zur Verabschiedung der Pläne kommt.

Hier eine Übersicht der momentanen Energiestandards beim Bauen und die geplante Definition für den Bau von Niedrigstenergiegebäuden.

Förderung Solarstromspeicher in Baden-Württtemberg

Das Land Baden-Württemberg hat am 1. März 2018 ein Förderprogramm für Solarstromspeicher aufgelegt. Wer im Südwesten künftig eine Photovoltaikanlage mit einem netzdienlichen Speicher errichtet, erhält für die Batterie einen Zuschuss von bis zu 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten.

Darauf weist das Solar Cluster Baden-Württemberg hin. Die Förderhöhe für Heimspeicher an kleineren und mittleren Anlagen beträgt 300 Euro pro Kilowattstunde (kWh) nutzbarer Batteriekapazität. „Pro Vorhaben sind 7.500 Euro Förderung möglich, mindestens jedoch 600 Euro“, sagt Franz Pöter, Geschäftsführer des Solar Clusters. Landesweit stehen rund 2 Millionen Euro zur Verfügung. Das Programm in Anspruch nehmen können sowohl Privatpersonen als auch Kommunen und Unternehmen – für Gewerbespeicher an Großanlagen gibt es einen Zuschlag. Der ab 2019 sinkende Landeszuschuss kann mit der Bundesförderung kumuliert werden – eine höhere Förderung ist damit möglich.

Förderung Solarstromspeicher des Landes bei neuer 10-KWp-Solaranlage liegt bei bis zu 2.500 Euro

Die Installation einer Photovoltaikanlage lohnt sich immer – für den Geldbeutel und das Klima. Wer mit einer neuen Anlage einen möglichst hohen Anteil seines Stromverbrauchs durch eigenen Solarstrom decken möchte, kann dies nun durch einen Zuschuss auf den Batteriespeicher günstiger tun. Bei einer typischen Hausdach-Photovoltaikanlage mit einer installierten Leistung von 10 Kilowatt gibt es vom Land nun einen Investitionszuschuss für einen Solarstromspeicher mit einer nutzbaren Kapazität von bis zu 8,3 kWh. Der Zuschuss beträgt hier 2.500 Euro für die Solarbatterien. Das Verhältnis von Solaranlage zu Solarspeicher muss laut Verwaltungsvorschrift mindestens 1,2:1 betragen. Das verhindert zu große und daher unwirtschaftliche Speicher und passt zu den Empfehlungen von Experten, dass die installierte Leistung der Solaranlage (kWp) zwischen 20 und 50 Prozent größer sein sollte als die Speicherkapazität (kWh).

Solarstromspeicher
Eigenen Solarstrom mit einer Photovoltaik-Anlage produzieren und durch einen Solarstromspeicher vorrätig halten ©holzbauwelt.de

BW-Förderung mit Bundesförderung kompatibel – aber nur noch bis Ende 2018

Zu beachten ist, dass der Landeszuschuss mit der bundesweiten KfW-Förderung kompatibel ist. Prinzipiell gibt es daher für die Speicherkäufer neben dem Landesgeld noch einen Kredit-Tilgungszuschuss von bis zu 2.000 Euro für die Solarbatterie hinzu. Da jedoch bei der Kumulierung die Landesförderung nicht höher liegen darf als die Bundesförderung, lohnt sich das nicht in allen Fällen. „Es kann attraktiver sein, nur die Landesförderung in Anspruch zu nehmen. Käufer von einem Solarstromspeicher sollten eine mögliche Kumulierung daher genau prüfen“, gibt Pöter zu bedenken.

Wichtig ist auch: Es stehen bei beiden Programmen, der Landes- und Bundesförderung, nur begrenzt Mittel zur Verfügung. Das KfW-Programm des Bundes endet zudem Ende 2018. „Interessenten sollten sich daher beeilen, wenn sie Geld aus den Fördertöpfen erhalten wollen“, so Pöter. Stromspeicher sind ein unverzichtbares Element der Energiewende.

Zusammenfassung: Neue Landesförderung für Solarbatteriesysteme

Das Land Baden-Württemberg fördert Solarbatteriesysteme mit einem Zuschuss von bis zu 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten. Das Programm endet am 31. Dezember 2019. Die Antragstellung erfolgt bei der L-Bank. Eine Kumulierung mit anderen Förderprogrammen des Landes ist nicht zulässig, wohl aber mit der Bundesförderung. Bundesförderung: KfW-Programm „Erneuerbare Energien – Speicher (275)

Speicher-Nachfrage durch Solarstrom wächst

Immer mehr Haushalte und Gewerbebetriebe speichern selbst erzeugten Solarstrom, um ihn rund um die Uhr nutzen zu können. Bereits 80.000 Speicher sind in deutschen Haushalten installiert. Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mehr als 30.000 neue Solarstromspeicher installiert. Der Bundesverband Solarwirtschaft erwartet auch in 2018 ein zweistelliges Marktwachstum. Damit hat sich das Marktvolumen in den letzten drei Jahren verdreifacht.

Solarstromspeicher für günstigen Solarstrom

„Wir gehen davon aus, dass der Markt für Solarstromspeicher auch dieses Jahr im zweistelligen Bereich wachsen wird“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). Der BSW zeigt sich zuversichtlich, dass die neue Bundesregierung Speicher als ein unverzichtbares Element der Energiewende weiter unterstützen wird. Der Koalitionsvertrag enthält entsprechende Festlegungen. Die Kosten für Solarstromspeicher haben sich in den vergangenen vier Jahren halbiert. Inzwischen wird jede zweite neue Solarstromanlage im Eigenheimbereich mit einem Speicher kombiniert. Körnig erwartet, dass die Nachfrage weiter steigen wird: „Um den preiswerten Solarstrom für möglichst viele Anwendungen nutzen zu können, werden immer mehr Verbraucher und Gewerbebetriebe Solaranlagen, Photovoltaikanlagen, Speicher und Ladestation für Elektromobile miteinander verknüpfen. Die Technologien ergänzen und beflügeln einander ideal.“

Solarstrom speichern
Effiziente Solarspeichersysteme speichern den Solarstrom zu jeder Zeit

Anbieter zur Speicherung von Solarstrom auf der „Intersolar Europe“ Messe

Als Vertretung führender Solarspeicheranbieter und Exklusivpartner wird der BSW auf Europas größter Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme mit einem umfangreichen Programm präsent sein. Die EES-Europe findet parallel zur Intersolar Europe und den beiden neuen Fachmessen Power2Drive Europe und EM-Power vom 20. bis 22. Juni 2018 auf der Messe München statt. Weitere Informationen unter www.ees-europe.com und a href=“http://www.die-sonne-speichern.de“>www.die-sonne-speichern.de. Der weltweite Solarmarkt boomt. Marktforscher prognostizieren für 2018 einen Photovoltaik (PV)-Zubau von 110 Gigawatt (GW). Die wettbewerbesfähige PV-Produktion facht diese Dynamik weiter an. Innovative und kosteneffiziente Produktionstechnologien, eine hohe Innovationsgeschwindigkeit sowie Qualität und Zuverlässigkeit garantieren heute hocheffiziente PV-Module und Systeme zu immer niedrigeren Kosten.

Fazit: Die Stromerzeugungskosten für erneuerbare Energien sinken massiv. Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) rechnet damit, dass bis 2020 der Erzeugungspreis solarer Großkraftwerke in vielen Regionen der Welt auf rund drei US-Cent sinken könnte. Solarenergie tritt damit zunehmend in den direkten Wettbewerb mit fossilen Brennstoffen ein. Der Hausbau von energieeffizienten Häusern wird durch den Programmteil  „Energieeffizientes Bauen“ von der KfW gefördert.