KfW-Förderung Neubau 2022

Das Effizienzhaus 40 (EE/NH/Plus) ist der neue Energiestandard beim Neubau von Wohngebäuden, der eine Förderung durch die KfW-Bank erfährt. Ab Februar 2022 erhalten überraschend Neubauten mit KfW-55-Standard keine Förderung mehr. Dies gilt gleichermaßen für Wohn- und Nichtwohngebäude. Gefördert werden nur noch Gebäude ab dem KfW 40-Standard.

Der KfW-Effizienzhausstandard dient als Orientierungsmaßstab für die Energieffizienz von Gebäuden. Für den höchsten Standard (KfW 40 PLUS) können bis zu 37.500 € Förderung pro Wohneinheit in Anspruch genommen werden. Dies sind knapp 20.000 € mehr im Vergleich zum KfW 55-Standard. Dieser Förderung stehen jedoch höhere Investitionen für Wärmedämmung, Lüftung, PV-Erzeugung und Speicherung gegenüber.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) – Neubau Wohngebäude

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) übernimmt die KfW die Finanzierung besonders effizienter Neubauten oder der energetischen Sanierung von Wohngebäuden als Effizienzhaus zur Verbesserung der Energieeffizienz inklusive einer energetischen Fachplanung und Baubegleitung. Gültig ab 21.10.2021(Antragseingang bei der KfW)

Antragsteller(vergleiche Ziffer 6 „Förderempfänger“ in der Richtlinie BEG WG) für die KfW-Förderung sind:

  • Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften•Freiberuflich Tätige
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, zum Beispiel Kammern oder Verbände
  • Gemeinnützige Organisationen einschließlich Kirchen
  • Unternehmen, einschließlich Einzelunternehmer und kommunale Unternehmen
  • Sonstige juristische Personen des Privatrechts, einschließlich Wohnungsbaugenossenschaften.
  • Die Antragsberechtigung gilt für Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks, Grundstücksteils, Gebäudes oder Gebäudeteils, auf oder in dem die Maßnahme umgesetzt werden soll, sowie Contractoren.

Förderfähige Maßnahmen (vergleiche Ziffer 5 „Gegenstand der Förderung“ in der Richtlinie BEG WG) sind:

Förderfähig sind ausschließlich Wohngebäude, die nach Fertigstellung beziehungsweise Umsetzung aller Maßnahmen unter den Anwendungsbereich des aktuell gültigen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) fallen. Für die Förderung sind die Anforderungen des geltenden GEG einzuhalten, solange in der Richtlinie und deren technischen Mindestanforderungen (TMA) nichts anderes geregelt ist. Die Förderung erfolgt gemäß der Richtlinie und deren TMA.

KfW-Förderung Neubau
KfW-Förderung Neubau ab 01.02.2022 für das Plus-Energie_Haus. Foto: KAMPA Fertighaus

Energieeffizienzhaus-Stufen und KfW-Förderung ab 01.02.2022

Die bisherige KfW 55-Förderung entfällt zum 31. Januar 2022. Dagegen gilt ab 1. Februar 2022 ausschließlich das Effizienzhaus 40 (EE/NH/Plus) als förderwürdig im Sinne der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (GEG).

Energiestandards Neubau im Vergleich

GEG

EH 70

EH 55

EH 40

EH 40 EE

EH 40 NH

Primärenergiebedarf                            (kWh/m²)

44

41

32,2

23,4

23,4

23,4

spezifischer Transmissionsverlust       (W/m²K)

0,44

0,37

0,31

0,24

0,24

0,24

Erneuerbarer Anteil

Heizenergie                                            %

0

0

0

0

55

55

BEG-Förderung Neubau                 Euro / WE

0

0

18.000 *

24.000

33.750

37.500

Legende: WE = Wohneinheit, EH = Effizienzhaus, * = EH 55 Förderung Neubau nur bis 31.01.2022.

Die EffizienzhausStufen 40 Plus, 40 und 55: Die unterschiedlichen Zahlenwerte geben an, wie energieeffizient ein Gebäude im Vergleich zu einem Referenzgebäude ist. Dabei gilt: Je niedriger die Zahl, desto höher die Energieeffizienz und umso höher die Förderung.

KfW-Förderung Neubau
Die höchste KfW-Förderung im Neubau erhält das sogenannte Plus-Energie-Haus. Foto: KAMPA Fertighaus

Zusammenfassung der KfW-Förderung beim Neubau für ein Effizienzhaus

Als investive Maßnahmen werden die Errichtung (Neubau) und der Ersterwerb neu errichteter energieeffizienter Wohngebäude gefördert, die den energetischen Standard eines Effizienzhauses für Neubauten erreichen.

Folgende Effizienzhaus-Stufen werden gefördert:

  • Effizienzhaus 55, Förderung nur bis 31.01.2021!
  • Effizienzhaus 40, 40 EE (Erneuerbare Energien) oder 40 NH (Nachhaltigkeit), KfW-Förderung ab 01.02.2022
  • Effizienzhaus 40 Plus, KfW-Förderung ab 01.02.2022

Eine „Effizienzhaus EE“-Klasse wird erreicht, wenn erneuerbare Energien und/oder unvermeidbare Abwärme einen Anteil von mindestens 55 Prozent des für die Wärme-und Kälteversorgung des Gebäudes erforderlichen Energiebedarfs erbringen. Voraussetzung ist, dass der auf erneuerbaren Energien basierende Wärme-oder Kälteerzeuger bzw. das Wärme-oder Gebäudenetz als Bestandteil des geförderten Neubaus zur Effizienzhaus-EE-Klasse erstmals eingebaut bzw. erstmals angeschlossen wird und bei An-und Ausbauten zuvor kein solcher Wärmeerzeuger im Gebäude vorhanden war.

Eine „Effizienzhaus NH“-Klasse wird erreicht, wenn für ein Effizienzhaus ein Nachhaltigkeitszertifikat ausgestellt wird, das die Übereinstimmung der Maßnahme mit den Anforderungen des Qualitätssiegels „Nachhaltiges Gebäude“ bestätigt. Eine Kombination von EE-Klasse und NH-Klasse ist nicht möglich.

Eine „Effizienzhaus 40 Plus“-Stufe wird erreicht, wenn gemäß den Technischen Mindestanforderungen gebäudenahe Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien installiert werden. Diese müssen nicht Bestandteil der BEG-Förderung sein.

Holzhaus- und Fertighaus-Hersteller für das Effizienzhaus 40 (EE/NH/Plus) finden Sie auf dem Portal Holzbauwelt.de.

KfW 40 (EE/NH/plus) alleinige KfW-Förderung im Hausbau

Wer ab 1. Februar 2022 bauen möchte, erhält für den Hausbau nur noch die erhöhte Förderung für das Effizienzhaus KfW 40 (EE/NH/plus). Die bisherige Effizienzhaus 55 Förderung der KfW (KfW Bankengruppe) läuft zum 31.01.2022 ab. Die gute Botschaft vorneweg: Die Neubauförderung der KfW (KfW Bankengruppe) wird fortgesetzt mit der höheren Effizienklasse im Neubau dem Effizienzhaus 40 (EE/NH/plus).

Die beschlossenen Maßnahmen der Bundesregierung für den Gebäudesektor beinhalten sowohl eine Erhöhung der Fördermittel für die BEG (Bundesförderung für Effiziente Gebäude) als auch ein Anheben der Neubaustandards in 2022.

Die Gebäudeförderung in 2021 liegt auf einem Rekordniveau. Von Januar bis Ende September 2021 sind 12 Milliarden Euro von BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) und KfW (KfW Bankengruppe) bewilligt worden, davon rund 5,8 Milliarden Euro für den Neubau und 6,2 Milliarden Euro für Sanierungen.

Die Bundesregierung hat angesichts der hohen Nachfrage, und um bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Gebäudebereich weiter voranzukommen, am 22.09.2021 im Sofortprogramm 2022 die für die Gebäudeförderung zur Verfügung stehenden Mittel nochmal um 11,5 Milliarden Euro erhöht. Bis Ende 2021 können daher Mittel in Höhe von 18 Milliarden Euro bewilligt werden. Auch das ist ein Rekordwert.

Fördermitteleinsatz für mehr Klimaschutz im Neubau und bei der Gebäudesanierung

Gleichzeitig hat sich die Bundesregierung im Sofortprogramm 2022 dafür ausgesprochen, die bestehende Fördersystematik der BEG mit Blick auf die Fördereffizienz hin zu überprüfen und anzupassen. Dies bedeutet, dass vorhandene Fördermittel noch stärker dort eingesetzt werden sollen, wo die Treibhausgas-Minderungen zur Erreichung der Sektorziele und der Beitrag zur Emissionsminderung am höchsten ist. Das ist vor allem im Bereich der Gebäudesanierungen der Fall. Hier besteht der größte Nachholbedarf und das größte Einsparpotenzial. Auch die Neubauförderung wird konsequent fortgesetzt, denn hier wird nur ein Baustein der Neubauförderung eingestellt, nämlich die Förderung für das Effizienzhaus/Effizienzgebäude 55.

KfW-Förderung für das Effizienzhaus 40 (EE/NH/plus) im Neubau ab 1. Februar 2022

Das Effizienzhaus/Effizienzgebäude 40 im Neubau ist von der Förderanpassung nicht betroffen und wird weiterhin unverändert fortgesetzt. Hiermit soll zugleich ein Anreiz gesetzt werden, im Neubau höhere Effizienzstandards umzusetzen und damit wiederum einen höheren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten.

Das Ziel der BEG ist es, Anreize für Investitionen in höhere Effizienz und CO2-Einsparungen zu setzen, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Dies gilt auch für die Schaffung neuen Wohnraumes.

Die Entwicklung der Förderzahlen und des Marktes zeigen, dass sich das Effizienzhaus / Effizienzgebäude 55 – auch dank der umfassenden Förderung – als Effizienzstandard weitgehend durchgesetzt hat. Die nächsthöhere Effizienzhaus/Effizienzgebäude-Stufe im Neubau (Effizienzhaus/Effizienzgebäude 40) als anreizstarke Förderung mit bis zu 25 Prozent (Tilgungs-) Zuschussförderung ist von der Förderanpassung nicht betroffen.

KfW 40 EE / NH / plus
Die alleinige Förderung ab 1. Februar 2022 für die Effiziezienhaus-Stufen 40 EE / NH / plus der KfW beim Neubau eines Hauses. Foto: Holzbauwelt.de

Voraussetzungen für das KfW 40 EE / NH / plus Effizienzhaus

Bei allen Gebäuden wird der Einsatz von erneuerbaren Energien (EE-Klasse) sowie die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten (NH-Klasse) prämiert. Die neue EE-Klasse wird erreicht, wenn mindestens 55 Prozent der Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes aus erneuerbaren Energien stammt. Gebäude mit einem Nachhaltigkeitszertifikat werden in die NH-Klasse eingeordnet. Wird die EE– oder NH-Klasse bei einem Neubau erreicht, erhöht sich die Förderung um 2,5 Prozent.

Eine Kombination von EE– und NH-Klasse ist nicht möglich. Die Effizienzhaus 40 Plus-Stufe bei Neubauten wird erreicht, wenn gebäudenahe Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien installiert werden.

Die Höhe der förderfähigen Kosten beträgt bis zu 120.000 Euro je Wohneinheit. Für das Effizienzhaus 40 Plus sowie für alle Effizienzhäuser mit EE– oder NH-Klasse beträgt die Höchstgrenze der förderfähigen Kosten bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit. Die Laufzeit des Kredits beträgt bis zu 30 Jahre, der maximale Tilgungszuschuss beläuft sich auf 50 Prozent der Kreditsumme (max. 75.000 Euro). Auch Umfeldmaßnahmen, wie zum Beispiel das Freiräumen des Grundstücks, werden mitgefördert.

Übersicht KfW-Förderung und Effizienzhaus-Stufen beim Neubau von Wohngebäuden

KfW-Förderung Neubau Wohngebäude
Effizienzhaus-StufeFördersatz Tilgungs- / InvestitionszuschussMax. ZuschussbetragMax. Kredithöhe
Effizienzhaus 40 Plus25 %37.000 Euro150.000 Euro
Effizienzhaus 4020 %24.000 Euro120.000 Euro
Effizienzhaus 40 EE oder 40 NH22,5 %33.750 Euro150.000 Euro
Effizienzhaus 55 (bis 31.01.2022)15 %18.000 Euro120.000 Euro
Effizienzhaus 55 EE oder 55 NH (bis 31.01.2022)17,5 %26.250 Euro150.000 Euro

 

KfW 40 EE NH plus
Ab 1. Februar 2022 gilt die erhöhte Förderung der KfW im Hausbau für die Effizienzhaus-Stufen 40 EE NH plus. Foto: Holzbauwelt.de

Antragsfrist für Effizienzhaus-55-Förderung endet am 31. Januar 2022

Für das Effizienzhaus/Effizienzgebäude 55 werden bestehende Anträge natürlich weiterhin bewilligt. Zudem gilt eine Übergangsfrist, vollständige Anträge für das Effizienzhaus/Effizienzgebäude 55 im Neubau können noch bis zum 31.01.2022 gestellt werden. Maßgeblich hierfür ist das Datum der Antragstellung. Zinsreservierungen stellen keinen Antrag dar.

Die übrigen Fördertatbestände der KfW laufen weiter wie bisher. Eine Auswahl der von der KfW weiterhin geförderten Holzfertighäuser im Neubau erhalten Sie über  den Link auf die Anbieterseite Holzhäuser der Holzbauwelt.

Wann gilt die Solarpflicht in welchen Bundesländern beim Neubau?

Solarpflicht beim Neubau für alle? Im Sondierungspapier des künftigen Regierungsbündnisses zwischen SPD, Grünen und FDP steht: Alle geeigneten Dachflächen sollen künftig für die Solarenergie genutzt werden. Bei gewerblichen Neubauten soll dies verpflichtend, bei privaten Neubauten soll es die Regel werden.“ Einige Bundesländer haben bereits in ihren Klimaschutzgesetzen verbindliche Regelungen für die Solarpflicht getroffen.

Das globale Klimaschutz-Abkommen von Paris aus dem Jahre 2015 gibt den Rahmen zur Bekämpfung des Klimawandels vor: Die Erderwärmung soll deutlich unter 2°C gehalten werden; der Temperaturanstieg soll durch weitere Maßnahmen auf 1,5°C begrenzt werden. Außerdem sollen die Länder bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels unterstützt werden. Das Sondierungspapier weist laut den Grünen konkrete Maßnahmen für den Windausbau aus (2 % der Fläche), Solaranlagen auf Gebäuden werden zur Pflicht und der Ausstieg aus dem fossilen Verbrenner kommt verbindlich.

Studie: Solaranlagen könnten den globalen Strombedarf decken

Solarzellen auf Dachflächen könnten einer Studie zufolge den jährlichen globalen Elektrizitätsbedarf decken. Ein Forschungsteam berichtet nach einer Untersuchung zum Potential von Solarzellen auf Dächern im Fachjournal „Nature Communications“. Demnach bedecken die Dachflächen aller Kontinente etwa 200.000 Quadratkilometer, im Vergleich zu etwa 150 Millionen Quadratkilometern Landfläche.

Solarmodule auf Dächern machten 2018 weltweit rund ein Viertel des Kapazitätszuwachses von erneuerbaren Energien aus – in jenem Jahr betrug die Kapazität den Forscherinnen und Forschern zufolge 213 Gigawatt (Milliarden Watt).

Solarpflicht
Einige Bundesländer verpflichten die Eigentümer von Neubauten per Klimaschutzgesetz zur Solarpflicht.

Solarpflicht für den Hausbau ab Mai 2022 in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist das erste Flächenland, dass eine umfassende Solarpflicht beschlossen hat. Für Nicht-Wohngebäude (Büro- und Verwaltungsgebäude, Fabrikgebäude, Hotels, Krankenhäuser) ist die verbindliche Solarpflicht vom 1. Januar 2022 an gesetzlich festgeschrieben. Die Novelle des Klimaschutzgesetzes für Baden-Württemberg vom 06.10.2021 sieht vor, dass eine Pflicht zur Installation von Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlage) auf Dächern nun auch für Wohngebäude (Neubau von Wohnhäusern) gilt. Für Neubauten gilt die Solarpflicht schon ab 1. Mai 2022 in Baden-Württemberg. Hausbesitzer, die eine grundlegende Dachsanierung vornehmen, müssen vom 1. Januar 2023 an eine Photovoltaikanlage einbauen lassen.

Das Umweltministerium von Baden-Württemberg schätzt die Kosten für eine durchschnittliche Solaranlage auf knapp 10.000 Euro und argumentiert, dass sich die Investition langfristig lohne, weil Hauseigentümer den erzeugten Strom entweder einspeisen oder selbst verbrauchen könnten.

Solarpflicht für den Hausbau ab Januar 2023 in Berlin

In Berlin verpflichtet das sogenannte Solargesetz private Eigentümer von Neubauten zur Solarpflicht und bei Bestandsgebäude im Falle einer grundlegenden Dachsanierung zur Installation und zum Betrieb einer Fotovoltaik-Anlage auf ihrem Gebäudedach ab dem 01.01.2023. Alternativ kann die Anlage nach Angaben der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe auch an der Gebäudefassade oder eine Solarthermieanlage installiert werden.

Solarpflicht für den Hausbau ab Januar 2023 in Hamburg

Eine Solarpflicht zur Installation von Photovoltaik-Anlagen zur Strom- und Warmwassergewinnung gilt laut dem Klimaschutzgesetz in Hamburg ab dem 01.01.2023 für alle privaten wie auch öffentlichen Neubauten. Für Bestandsgebäude, bei denen das Dach vollständig erneuert wird, greift die Solarpflicht frühestens ab dem 01.01.2025.

Diese Bundesländer planen eine mögliche Solarpflicht

Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Bremen, Bayern und Sachsen haben entsprechende Pläne oder Gesetzesentwürfe für eine mögliche Solarpflicht für Neubauten. Diese sind jedoch noch nicht verbindlich bzw. rechtskräftig entschieden.

Nordrhein-Westfalen setzt dagegen mit einer Reform des Landesbauordnung bei Parkflächen an. Ab dem Jahr 2022 sollen geeignete neue Parkflächen mit mehr als 35 Stellplätzen überdacht und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden müssen. Diese Solarpflicht gilt nur für Flächen, die zu Nichtwohngebäuden gehören. Das Gesetz trat bereits im Juli 2021 in Kraft.

Tipp: Sogenannte Plus-Energie-Häuser enthalten als Grundausstattung ohnehin schon eine Photovoltaik-Anlage und entsprechen damit der vorgegebenen Solarpflicht der genannten Bundesländer beim Neubau.

Solarpflicht für Neubau in Baden-Württemberg

Eine Solarpflicht besteht in BadenWürttemberg bereits für Nicht-Wohngebäude, zum Beispiel für Schulen und Gewerbebauten vom 1. Januar 2022 an, die gesetzlich festgeschrieben ist. Diese Pflicht soll nun generell für den Neubau von Wohngebäuden gelten, und zwar schon vom 1. Mai 2022 an – und später dann auch bei grundlegenden Dachsanierungen von Altbauten.

Baden-Württemberg hat mit dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz des Landes, das in vielen Fällen auch in der Sanierung von Gebäuden den Umstieg auf erneuerbare Energien vorschreibt, seit vielen Jahren eine Sonderrolle in der Bundesrepublik. Der Südweststaat ist nach wie vor das einzige Bundesland, das mit diesem Instrument die Sanierungsquote voranbringen will.

Nutzung solarer Energiegewinnung über Dächer wird zur Pflicht

Für angehende Baufamilien, Baufrauen und Bauherren, die sich bereits heute mit der Planung ihres künftigen Eigenheimes in Baden-Württemberg beschäftigen, ist diese eine wichtige Information. Die CO2-neutrale Stromproduktion rückt daher verstärkt in den Fokus, für die brachliegende Potenziale genutzt werden sollen. Allein beim Neubau von Wohngebäuden erhofft sich die Regierung eine zusätzliche Leistung von 70 bis 140 Megawatt pro Jahr. Die Neuregelung umfasst daher Fotovoltaik-, aber auch solarthermische Anlagen für Warmwasser und Heizung.

Solarpflicht Baden-Württemberg
Beim Neubau für Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern gilt ab 01. Mai 2022 die Solarpflicht in Baden-Württemberg.

Zeitplan für die Solarpflicht beim Neubau in Baden-Württemberg

  • Ab Januar 2022 gilt die Solarpflicht für „Nichtwohngebäude“, also etwa Gewerbebauten oder Schulen. Außerdem für Parkplätze ab 35 Stellplätzen, um mehr Lademöglichkeiten für Elektromobilität zu schaffen.
  • Ab 1. Mai 2022 soll sie auch für den Neubau von Wohngebäuden gelten. Derzeit läuft das Gesetzgebungsverfahren im Stuttgarter Landtag, im Herbst 2021 soll das Gesetz verabschiedet werden.
  • Ab Januar 2023 gilt sie für Dachsanierungen von Bestandsbauten.

Mit dem Klimaschutzgesetz, das die neue baden-württembergische Umweltministerin Thekla Walker vorgelegt hat, geht das Land weiter voran und weitet die Pflicht zur Nutzung solarer Energiegewinnung über Dächer aus. Diese gibt es bislang in einigen Kommunen, nicht nur in Baden-Württemberg, aber nicht landesweit (siehe auch GEB 6/2021). Mit der Solarpflicht im Ländle ist zudem ausdrücklich nicht nur Photovoltaik, sondern auch der Einsatz von Solarthermie gemeint. Sie soll zunächst für alle Neubauten, später auch bei größeren Dachsanierungen kommen.

Damit setzt die Ministerin einen Teil des Koalitionsvertrags der grün-schwarzen Koalition um. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien will sie insgesamt bei Wind und Photovoltaik deutlich schneller vorankommen, hält aber einen starken Fokus auf den Gebäudebereich für wichtig: „Im Gebäudesektor muss sich dringend etwas tun. Da ist die Fotovoltaik-Pflicht für Dächer nur ein Schritt, aber ein wichtiger, der besonders prominent ist und jetzt sehr schnell kommen wird.“

Anmerkung: Hersteller und Anbieter von Plusenergiehäuser erfüllen bereits heute diese Anforderungen zur kommenden Solarpflicht beim Hausbau in Baden-Württemberg.

Musterhaus Klara von Regnauer mit höchster Energieeffizienz

Das Familienunternehmen Regnauer aus dem oberbayerischen Seebruck setzt mit der Eröffnung des neuen Musterhauses „Klara“ in Fellbach, Baden-Württemberg den Erfolgsweg seiner regionstypischen Vitalhäuser fort. Das bundesweit positive Echo gerade auch von Bauherrenseite her hat die Experten für Holzfertighäuser vom Chiemsee auch bei dem neuen Projekt angespornt.

„Die Verbindung von regionaltypischem Architekturstil mit modernem Design sowie zahlreichen Wohlfühlelementen, Energieeffizienz und innovativer Haustechnik kommt sehr gut an“, resümiert Geschäftsführer Michael Regnauer. Zusammen mit seiner Frau Silvia, Tochter Klara, die als Namenspatin fungierte, und Verkaufsleiter Gerd Holzschuh weihte er im Beisein beteiligter Partnerunternehmen das neue Musterhaus „Klara“ im Musterhauspark Fellbach bei Stuttgart ein.

Regionaltypische Architektursprache von Regnauer für Baden-Württemberg

Im Unterschied zum oberbayerisch geprägten Musterhaus „Liesl“ bindet „Klara“ die Architektursprache der Weinregionen in Baden-Württemberg mit ein. Die Größe ist auf 170 Quadratmeter ausgelegt. In dem markanten Baukörper mit puristischem Architekturstil interpretierten die Holzbauspezialisten das Thema Satteldachhaus neu.

Der Minimalismus außen sorgt für Klarheit und ein Gefühl von Ruhe und Kontemplation. Die Wände mit der räumlich zurücktretenden Giebelfassade signalisieren Bodenständigkeit und Standfestigkeit. Zugleich entstehen so auf intelligente Weise geschützte Bereiche für Terrasse und Balkon. Für Licht und Transparenz sorgt die bis zum Boden reichende Glasfront samt aufgeglastem Giebel. Beides öffnet den Innenraum für einen befreiten Blick in die Natur. So entsteht Wohnatmosphäre.

Regnauer Hausbau
Regionstypische Architektur des Musterhauses „Klara“ von Regnauer in der Fertighausausstellung in Fellbach bei Stuttgart. Foto: Regnauer

Zu Weingenuss und Gemütlichkeit lädt wiederum eine überdachte Nebenterrasse bzw. Pergola mit Laubencharakter und Holzverschalung ein. Der wachsenden Vorliebe für den Baustoff Holz trägt Regnauer auch mit strukturierten Elementen aus sibirischer Lärche Rechnung: Diese prägen die markante Eingangsfront und die Nordseite des neuen Musterhauses. Spannende Designnoten setzen wiederum die Fenster- und Rollladenkästen in tiefschwarz.

Neues Wohngefühl für eine nachhaltige Zukunft im Holzfertighaus von Regnauer

Gibt sich „Klara“ nach außen hin eher schlicht, so stehen im Innenraum emotionale Wohnerlebnisse, ein individueller „Bohemian“-Stil sowie Wohngesundheit und hoher Wohnkomfort mit überraschenden Noten im Vordergrund. Der Mix aus edlen Holzelementen, Glas, schwarzem Stahl und dunklen, haptischen Oberflächen setzt im Ausstattungs-Design klassisch-moderne Akzente. Ein „Solarium“-Sitzfenster und der Kaminofen mit Holzlege sorgen im Wohnzimmer für kuschlige Atmosphäre und entspannte Abende.

Geselligkeit ist in der geräumigen und offenen Wohnküche mitsamt der angegliederten Speis angesagt. Als Hingucker sorgt der unter der geradläufigen Treppe in Eiche-Stahl-Optik integrierte „Weinkeller“ für Gesprächsstoff. Glasabtrennung und Lichtspots setzen ein optisches Highlight.

Im Obergeschoß lässt die durchgängig verbundene Privatzone der Eltern mit Schlafen, Ankleide und Wellness-Bad samt integrierter Holzsauna ein pfiffiges Raumwunder voll Wohnatmosphäre entstehen. In den Kinderzimmern unterstreichen unkonventionelle Ideen für Bett, Schrank und Schreibtisch ein altersgemäßes Wohngefühl. Nicht fehlen darf natürlich ein helles, großzügig abgeschlossenes Büro als Homeoffice für die „neue Zeit“.

Als „State of the Art“ erweist sich das Musterhaus „Klara“ auch in punkto Haustechnik, Klimaschutz, Wohngesundheit und Nachhaltigkeit. Als erster Hersteller bietet Regnauer Hausbau mit der Kombination von Proxon-Frischluftwärmetechnik und rahmenlosen Infrarot-Wandheizkörpern eine zukunftsweisende Technik an. Letztere sorgen für eine punktuell angenehm Strahlungswärme auf der Haut. Die Frischluftwärmetechnik beinhaltet auch eine Kühl- und Entfeuchtungsfunktion sowie CO2-Regelung.

Zu Weingenuss und Gemütlichkeit lädt wiederum eine überdachte Nebenterrasse bzw. Pergola mit Laubencharakter und Holzverschalung ein. Der wachsenden Vorliebe für den Baustoff Holz trägt Regnauer auch mit strukturierten Elementen aus sibirischer Lärche Rechnung: Diese prägen die markante Eingangsfront und die Nordseite des neuen Musterhauses. Spannende Designnoten setzen wiederum die Fenster- und Rollladenkästen in tiefschwarz.

Regnauer Hausbau
Klare Architektursprache in der Weingegend um Fellbach im neuen Musterhaus Klara von Regnauer Hausbau in der Fertighausausstellung: Foto. Regnauer

Höchste Energieeffizienz mit KfW-40-plus sorgt für ein unbeschwertes Wohnen

Zusammen mit selbstproduziertem Photovoltaikstrom zeigt Regnauer besonders mit dem umweltfreundlichen und wartungsfreien Salzwasser-Batteriespeicher innovative Wege zu ökologischem und energieeffizientem Wohnkomfort auf. So kommt der Batteriespeicher ganz ohne den Einsatz problematischer Stoffe und seltener Metalle aus. Passend dazu erfüllt „Klara“ zusammen mit der neuen Vitalwand die Anforderungen an ein KfW 40plus-Haus. In der Kombination von klimaoptimierter, holzfasergedämmter Fassade als Hitzeschutz und Frischluftwärmetechnik mit Kühlfunktion geht Regnauer auch mit Blick auf künftige Klimaherausforderungen innovative Wege.

Komfort und Sicherheit verbindet ergänzend die anwenderfreundliche Smart-Home-Steuerung per App. Mit ihr lassen sich Rollläden, Alarmsysteme, Licht, Musik, Wärme und viele weitere Anwendungen zentral steuern. Mit dem neuen Musterhaus „Klara“ präsentiert sich Regnauer Hausbau als innovationsfreudiges Unternehmen und setzt erneut einen Meilenstein im Bereich regionstypischer Ökohäuser aus Holz. Es kombiniert auf intelligente Weise klare Architektursprache, ein Maximum an Wohnkomfort und Wohngesundheit, höchste Energieeffizienz und innovative Haustechnik in der KfW-40-plus Effizienzhaus-Stufe.

Regnauer Hausbau aus Seebruck am Chiemsee hat sich mit Vitalhäusern einen Namen gemacht. „Häuser, die gut tun“ lautet folgerichtig auch die Botschaft des oberbayerischen Holzhausherstellers. Die Leidenschaft für wohngesundes Bauen stellt jedes neue Haus, das Seebruck verlässt, erneut unter Beweis. Unternehmenschef Michael Regnauer betont, dass „moderne Häuser als Kraft- und Energiequelle im anstrengenden Alltag dienen und sich aufgrund des ökologischen Baustoffes Holz und der leistungsstarken Vitalwände als Gesundbrunnen erweisen.“ Das Familienunternehmen, das vor über 90 Jahren gegründet wurde; baut schlüsselfertige Häuser aus einer Hand. Musterhaus Klara von Regnauer überzeugt mit der höchsten Effizienzhaus-Stufe mit höchster KfW-Förderung.

Holzrahmenbauweise sichert KfW-Förderung im Fertighausbau

Mit der Holzrahmenbauweise beim Hausbau lässt es sich klimaneutral bauen. Der beliebte Werkstoff Holz ist der einzige klimafreundliche Kohlenstoffspeicher unter den Baustoffen. In Zeiten des Klimaschutzes ein gewichtiges Argument. Wer mit Holz baut schützt das Klima, weil er nachwachsende Rohstoffe beim Bauen verwendet. Und angehende Bauherren und Baufamilien schwärmen vom einzigartigen Holzhausklima.

Verfügt das Holzbauunternehmen oder der Fertighaushersteller über eine eigene Abbundhalle und Werkshalle, hat das den großen Vorteil, dass ganze Hausteile (Decken und Wände) wetterunabhängig vorgefertigt werden können. Sehr viele Fertighaushersteller zählen auch zu den Holzbaubetrieben. Immerhin werden die meisten Fertighäuser in Deutschland in der Holzrahmenbauweise hergestellt.

Holzrahmenbauweise
Effizienzhäuser in Holzrahmenbauweise erhalten die neue KfW-Förderung sei 01.07.2021. Foto: Regnauer Hausbau

Holzrahmenbauweise der Holz-Fertighaushersteller überzeugt auf ganzer Linie

Die Hersteller von Holzfertighäusern haben sich meistens auf eine bestimmte Holzbauweise, wie zum Beispiel den Holztafelbau, den Holzrahmenbau oder dem massiven Blockhausbau spezialisiert. Die Holzrahmenbauweise oder auch Holzständerbauweise punktet vor allem bei der Präzision, einer kurzen Bauzeit, der trockenen Bauweise sowie Termin- und Kostensicherheit.

Die Holzrahmenbauweise ist weder bedeutend kostengünstiger noch bedeutend teurer als die Massivbauweise. Ein leichter Kostenvorteil ergibt sich dadurch, dass bei Häusern in Holzrahmenbauweise geringfügig mehr Eigenleistungen möglich sind als bei Häusern, die in Massivbauweise errichtet werden.

Die Vorteile der modernen Holzrahmenbauweise im Überblick:

  • Werksüberwachte Fertigung im Holzbauunternehmen

  • Holzfertighaushersteller verfügen über modernste präzise Fertigungsmethoden

  • Holzfertighaushersteller verfügen über gut ausgebildetes und routinierte Mitarbeiter (Zimmerer, Zimmerermeister, Holzbauingenieure, Holztechniker, Architekten)

  • Trockene Bauweise in der Werkhalle durch hohe Vorfertigung

  • Optimale Dämmung in Wand- und Deckenelementen
  • Abgesprochene Eigenleistungen bei Holzrahmenbauweise möglich

  • Termingenaue Anlieferung des bestellten Holzfertighauses.

Energieeffiziente Holzrahmenbauweise sichert wichtige KfW-Förderung

Durch die energieeffiziente Holzrahmenbauweise sichern sich die Bauherren und Baufamilien Zuschüsse und Kredite von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) für die Eigenheimfinanzierung. Informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihren Hausbau-Planungen über die neue KfW-Förderung, die seit 01. Juli 2021 Gültigkeit hat. Hier ein weiterer Link zur Übersicht der KfW-Förderung für den Neubau von Holzfertighäusern.

Eine gute Übersicht über Holzbauunternehmen und Holzfertighäuser bietet das Ratgeber-Portal für Holzhäuser und den Holzbau mit der treffenden Bezeichnung Holzbauwelt.de. Hier können Sie sich über Hausbeispiele informieren und sehr gerne weitere Informationen von Holzfertighaus-Herstellern anfordern.

Holzhäuser erhalten höhere Förderung ab 01.07.2021

Der Traum vom eigenen Haus lebt, auch wenn die Kosten für Baumaterialien gestiegen sind. Die neue KfW-Förderung für den Neubau eines Effizienzhauses, die zum 01.07.2021 erhöht wird, wiegt diesen Umstand wieder auf. Wer energieeffizient mit dem Baustoff Holz baut, erhält über die Effizienzhausstufen KfW 55, KfW 40 oder KfW 40 plus mehr Geld als Kredit oder Zuschuss als bisher.

Das Effizienzhaus KfW 40 plus als Plusenergiehaus ist eine Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. Das Effizienzhaus KfW 40 plus weist die höchste Energiestufe beim Hausbau aus. Durch den Einsatz erneuerbaren Energien wird es zum Energie-Kraftwerk. Übersteigt die eigene Stromproduktion des Effizienzhauses den momentan Verbrauch wird dadurch der Solarstromspeicher aufgeladen. Ist der Speicher voll und produziert die Photovoltaikanlage noch immer mehr Strom als im Haushalt gebraucht wird, dann wird der überschüssige Strom ins Netz eingespeist.

Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Im Rahmen des Klimaschutzprogrammes 2030 entwickelt die Bundesregierung die Förderung für energieeffiziente Gebäude weiter. Die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ startet bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum 01.07.2021. Künftige Häuslebauer und Investoren, die sich für den nachwachsenden, ökologischen Baustoff Holz interessieren, profitieren von der neuen KfW-Förderung.

Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude, abgekürzt BEG, gilt insbesondere:

  • für alle Wohngebäude, z. B. für Eigentumswwohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser oder Wohnheime
  • für alle Nichtwohngebäude, z. B. für Gewerbegebäude, kommunale Gebäude oder Krankenhäuser.
Holzhäuser Förderung
Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) begünstigt den Bau energieeffizienter Holzhäuser

Ab dem 01.07.2021 können Sie die neuen Förderkredite und Zuschüsse der „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ beantragen – für einen Neubau oder für die Sanierung zum Effizienzhaus sowie einzelne energetische Maßnahmen. Die Förderung für Baubegleitung beantragen Sie direkt zusammen mit Ihrem Kredit oder Zuschuss. Wichtig zu wissen: Grundsätzlich gilt: Sie dürfen mit Ihrem Vorhaben erst nach Beantragung starten!

Energieeffiziente Holzhäuser als Plusenergiehaus erhalten höhere KfW-Förderung

Wenn Sie ein neues Effizienzhaus bauen oder kaufen, fördert Sie die KfW wahlweise mit einem Kredit mit Tilgungszuschuss oder einem direkt ausgezahlten Zuschuss – Sie haben die Wahl.

Effizienzhaus(Tilgungs-)zuschuss in % je WohneinheitBetrag je Wohneinheit
Effizienzhaus 40 Plus25 % von maximal 150.000 Euro Kreditbetrag / förderfähigen Kostenbis zu 37.500 Euro
Effizienzhaus 4020 % von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag / förderfähigen Kostenbis zu 24.000 Euro
Effizienzhaus 40 Erneuerbare-Energien-Klasse oder Nachhaltigkeits-Klasse22,5 % von maximal 150.000 Euro Kreditbetrag / förderfähigen Kostenbis zu 33.750 Euro
Effizienzhaus 5515 % von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag / förderfähigen Kostenbis zu 18.000 Euro
Effizienzhaus 55 Erneuerbare-Energien-Klasse oder Nachhaltigkeits-Klasse17,5 % von maximal 150.000 Euro Kreditbetrag / förderfähigen Kostenbis zu 26.250 Euro

Darüber hinaus erhalten Sie eine Förderung für die Fachplanung und Baubegleitung sowie eine Nachhaltigkeitszertifizierung. Details dazu finden Sie im Abschnitt Baubegleitung.

Wahlweise Kredit oder Zuschuss für den Neubau eines Effizienzhauses.

Wohngebäude-Kredit beim Neubau eines Effizienzhauses

  • Bis zu 150.000 Euro Kredit je Wohn­einheit für ein Effizienzhaus
  • Bis zu 60.000 Euro Kredit je Wohn­einheit für Einzelmaßnahmen
  • Weniger zurückzahlen: zwischen 15 % und 50 % Tilgungszuschuss
  • Zusätzliche Förderung möglich, z. B. für Baubegleitung

Möchten Sie Ihr Vorhaben lieber mit einem Zuschuss finanzieren? Dann können Sie für ein Effizienzhaus alternativ den Zuschuss Wohngebäude (461) wählen.

Wohngebäude-Zuschuss beim Neubau eines Effizienzhauses

  • Für Komplettsanierung, Bau und Kauf eines Effizienzhauses
  • Sanierungszuschuss bis zu 75.000 Euro je Wohneinheit
  • Bauzuschuss bis zu 37.500 Euro je Wohneinheit
  • Zusätzliche Förderung möglich, z. B. für Baubegleitung

Eine Auswahl energieeffizienter Holzhäuser finden Sie auf dem Ratgeber-Portal Holzbauwelt.de. Über unser Portal können Sie weitere Informationen über bevorzugte Haustypen über den jeweiligen Anfrage-Button generell anfordern.

Das Einfamilienhaus als Reihenhaus oder Doppelhaus?

Viele Deutsche träumen nach wie vor vom Einfamilienhaus als eigenes Zuhause im Grünen, wie eine Studie der Bausparkasse Schwäbisch Hall mit dem Marktforschungsinstitut infas ergab. Mehr als die Hälfte der Immobilieninteressenten die aktuell eine Immobilie kaufen oder bauen wollen, denken bei ihren Planungen an ein Einfamilienhaus. Die anhaltende Diskussion um den Bau von Einfamilienhäusern wegen des Flächenverbrauchs verunsichert jedoch Bauwillige.

Das Einfamilienhaus als ganz persönlicher Ort

Das Einfamilienhaus ist aber längst nicht mehr unumstritten, schließlich verbraucht es verhältnismäßig viel Fläche, Baustoffe und Energie. Ist diese Wohnform mit Blick auf den Klimawandel noch zeitgemäß? Doch warum ist das Einfamilienhaus als Eigenheim eigentlich so attraktiv? „Die niedrigen Zinsen und verschiedene staatliche Förderungen machen das eigene Haus auch wirtschaftlich lukrativ “, erklärt Schwäbisch Hall-Immobilienexperte Oliver Adler. „Hinzu kommt die Sicherheit vor Mieterhöhungen oder Kündigungen, gerade im Alter.“

Einfamilinehaus Plusenergiehaus
Das Einfamilienhaus als Plus-Energie-Haus erhält die höchste Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Der größte Vorteil der eigenen vier Wände ist, dass Sie darin mietfrei wohnen können. Denn: Im Gegensatz zu Mietzahlungen fließen die Kreditraten für Ihr Haus in den eigenen Vermögensaufbau und damit auch in Ihre Altersvorsorge, so der Heimatexperte. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes beträgt die durchschnittliche Mietersparnis für Rentner-Haushalte fast 700 Euro im Monat. Durch diese finanzielle Entlastung schützen Sie sich vor Altersarmut.

Das Einfamilienhaus ist gerade für junge Familien attraktiv

Paare mit Kindern haben ihr Leben vor sich. Nach der Familiengründung und einem guten Beruf interessieren sich viele junge Familien nach einem eigenen Zuhause. Hier können die Wohnwünsche individuell im eigenen Haus verwirklicht werden. Deshalb ist das Einfamilienhaus nach wie vor so attraktiv für junge Familien mit Kindern. Selbst wenn die Kinder später mal ausgezogen sind, können die Eltern das Haus altersgerecht umbauen. Zum Beispiel in mehrere Wohneinheiten aufteilen, verkaufen oder vererben. Auch solche Zukunftspläne sollten Sie als angehender Immobilienbesitzer in Ihre Entscheidung einfließen lassen.

Das Einfamilienhaus als Vorsorge für die Zukunft

Einfamilienhäuser lassen sich heute flächen- und ressourcenschonend bauen, zum Beispiel als Doppelhäuser oder Reihenhäuser. Das Einfamilienhaus in effizienter Holzständer- oder Holzrahmenbauweise sorgt für eine klimafreundliche Bauweise durch den nachwachsenden Rohstoff Holz. Holzhäuser haben eine hohen Wohnwert und eine lange Lebensdauer. Wohnlösungen können im späteren Alter angepasst werden. Auch wenn ein Haus im Schnitt einen größeren Flächenverbrauch hat als eine Wohnung ist der ökologische Mehrwert eines durchschnittlichen Hausgartens bei der Artenvielfalt gegenüber einer Ackerfläche mit Monokultur unbestritten.

Fazit: Ökologisches Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen verringert den persönlichen CO2-Fußabdruck. Durch die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ab 01.07.2021 gibt es höhere Zuschüsse von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für energieeffiziente Bauweisen mit erneuerbaren Energien. Lassen Sie sich von den mittelständischen Holzfertighaus-Herstellern informieren.