Holzhaus mit erneuerbarer Energie bauen

Nachhaltiges Bauen beginnt mit einem Holzhaus und erneuerbarer Energie für Strom und Wärme im Haus. Die Vorteile beim Holzhaus liegen eindeutig auf dem zu verbauenden Material Holz, weil nachwachsend. Und die Sonne deckt den Wärmebedarf eines Hauses mit erneuerbarer Energie.

Seit dem 1. Januar 2009 gilt das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) in Deutschland. Zuletzt ist es mit Wirkung zum 1. Mai 2011 novelliert worden. Es schreibt bundesweit eine Pflicht zur Verwendung von erneuerbarer Energie beim Neubau von Gebäuden vor.

Erneuerbare Energie ist Vorschrift beim Hausbau in Deutschland

Mit dem EEWärme-Gesetz will die Bundesregierung den Anteil erneuerbarer Energie für Heizung, Warmwasserbereitung und zur Erzeugung von Kühl- und Prozesswärme in Deutschland bis zum Jahr 2020 auf 14% erhöhen.

Die wichtigsten Fakten zu erneuerbarer Energie auf einem Blick:

  • Erneuerbare Energien sorgen für ein Drittel des Stroms in Deutschland
  • Anteil insgesamt (Strom, Wärme und Verkehr) bei rund 15 Prozent
  • Ausbau erneuerbarer Energien vor allem seit Jahr 2000 durch Förderung
  • für die Zukunft Erneuerbarer Energie entscheidend: Speicher, Netze und Digitalisierung.
Erneuerbare Energie
Erneuerbare Energie ist wichtig für den Hausbau in Deutschland: Grafik: co2online

Wieviel erneuerbare Energie muss beim Hausbau verwendet werden?

Generell gilt: Wer neu baut, muss sein Haus anteilig mit Solarwärme, Holzpellets, Hackschnitzeln, Scheitholz oder Umweltwärme (Wärmepumpe) heizen und / oder kühlen.

Jeder Gebäudeeigentümer muss nur anteilig erneuerbare Energie nutzen. Diese Mindestanteile richten sich nach der eingesetzten Energiequelle:

  • solare Strahlungsenergie 15%
  • Solarkollektorfläche bei Einfamilienhäusern 0,04 m²
  • Geothermie 50%
  • Umweltwärme 50%
  • feste Biomasse 50%
  • gasförmige Biomasse 30%
  • flüssige Biomasse (Bioöl) 50%

Ersatzmaßnahmen für den Einsatz erneuerbarer Energie sind:

  • Die Nutzungspflicht der Wärme/Kälte aus erneuerbaren Energien kann durch Ersatzmaßnahmen erfüllt werden:
  • Abwärme zu 50% (z.B. aus Abluft oder Abwasser)
  • Wärme aus hocheffizienten Wärme-Kraft-Kopplungs-Anlagen zu mindestens 50%
  • Dämmmaßnahmen, um mehr als 15% als nach den jeweils gültigen Anforderungen der EnEV
  • Anschluss an Wärmenetze, die mindestens 50% der Wärme aus KWK-Anlagen beziehen.

Erneuerbare Energie

Fertighaus in Holzbauweise mit erneuerbarer Energie. Foto: KAMPA

Plusenergiehäuser in Holzfertigbauweise, die die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit Zuschüssen, das sogenannte KfW Effizienzhaus 40 plus fördert, werden aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gebaut, weil Sie damit hoch wärmedämmend sind. Mit einer Fotovoltaikanlage oder Wärmepumpe werden diese Häuser energieautark. Das heißt, sie produzieren mehr Energie als verbraucht wird.

lebt in Stuttgart und betreibt als unabhängiger Holzhaus-Experte aus Leidenschaft verschiedene Blogs und das Portal holzbauwelt.de. Er informiert über Trends im Wohnungs- und Gewerbebau mit dem Baustoff Holz und Fördermöglichkeiten für den privaten Bauherr/Baufrau. E-Mail senden