KfW-Effizienzhaus 40 Plus erhält höchste Neubau-Förderung

Für den Energiebaustandard KfW-Effizienzhaus im Neubau erhöht sich der Tilgungszuschuss ab dem 24. Januar 2020 deutlich. So ist bei einem KfW-Effizienzhaus 40 Plus ein Tilgungszuschuss von bis zu 30.000 Euro möglich. Damit hat sich die Förderung verdoppelt.

Energieeffizientes Bauen steht bei Bauherren und Baufamilien gleichermaßen hoch im Kurs, will man sich doch von hohen Energiekosten für alle Zeit verabschieden, so Sigurd Maier, Bauexperte des Ratgeber-Portales Holzbauwelt.de. So interessieren sich auch immer mehr Bauherren für eine Photovoltaik-Anlage und ein Speichersystem, um so ein noch energiesparenderes Eigenheim zu erhalten.

Das Klimakabinett der Bundesregierung hat im September 2019 gesetzlich verbindliche Klimaziele auf den Weg gebracht. Daher sind im Januar 2020 zahlreiche Konditionen- und Produktänderungen im Bereich Energieeffizient Bauen und Sanieren in Kraft getreten.

So profitieren Sie zum Beispiel ab dem 24.01.2020 in vielen Produkten von höheren Tilgungs- und Investitionszuschüssen sowie Kreditbeträgen.

Energieeffizient Bauen – Kredit (153) – Förderung der KfW für Neubau / Kauf

Für den Bau oder Kauf eines neu gebauten KfW-Effizienzhauses erhöht sich der Tilgungszuschuss um 10 %. Der maximale Kreditbetrag steigt um 20.000 Euro auf insgesamt 120.000 Euro.

  • KfW-Effizienzhaus 40 Plus: 25 % von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag, bis zu 30.000 Euro je Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus 40: 20 % von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag, bis zu 24.000 Euro je Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus 55: 15 % von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag, bis zu 18.000 Euro je Wohneinheit
KfW 40 Plus
Maximale KfW-Förderung für das Effizienzhaus KfW 40 Plus / Foto: KAMPA

Unterschiede KfW-Effizienzhaus 40 Plus / 40 / 55

Für Käufer und Bauherren eines Neubaus ist die Energieeffizienz immer ein Thema. Im ersten Moment fragen Sie sich vielleicht: Welches KfW-Effizienzhaus kommt für mich infrage, welche Unterschiede gibt es und welche Kriterien sollte ich in meine Entscheidung mit einbeziehen?

Diesen Fragen wollen wir hier auf den Grund gehen. Dazu stellen wir Ihnen zunächst einmal die drei verschiedenen Effizienzhaus-Klassen vor, welche die KfW für Neubauten festgelegt hat, und zeigen ihre wichtigsten Unterschiede. Folgende Effizienzhaus-Standards kommen infrage:

  • KfW-Effizienzhaus 40 plus
  • KfW-Effizienzhaus 40
  • KfW-Effizienzhaus 55

Der größte Unterschied liegt in ihrer Energieeffizienz. Die Ziffer kennzeichnet den Jahres-Primärenergiebedarf (QP). Je niedriger sie ausfällt, desto energieeffizienter ist die Immobilie. Um sich KfW 40 / KfW 40 Plus oder KfW 55-Haus nennen zu dürfen, darf sie aber gleichzeitig im Bereich des Transmissionsverlustes (H’T) bestimmte Werte nicht übersteigen.

Definition der KfW: „Der energetische Standard eines KfW-Effizienzhauses wird durch bauliche und anlagentechnische Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie die Einbindung erneuerbarer Energien erreicht.“ Weiter: „In einem KfW-Effizienzhaus darf generell kein Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Öl (z. B. Öl-Brennwertkessel) eingesetzt werden.“

Pluspaket bei KfW 40 Plus: Photovoltaiklanlage, Energiespeicher, Erneuerbare Energien. Moderne Holzhäuser als Effizienzhaus KfW 55 sowie als KfW 40 oder als Holzfertighaus Effizienzhaus KfW 40 Plus im Fertighausbau finden Sie auf dem Ratgeber-Portal Holzbauwelt.de (bitte die Links anklicken).

lebt in Stuttgart und betreibt als unabhängiger Holzhaus-Experte aus Leidenschaft verschiedene Blogs und das Portal holzbauwelt.de. Er informiert über Trends im Wohnungs- und Gewerbebau mit dem Baustoff Holz und Fördermöglichkeiten für den privaten Bauherr. E-Mail senden