Erneuerbare Energien überholen erstmals fossile Energieträger

Der Ausbau von erneuerbaren Energien hat 2019 in Deutschland seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Insgesamt wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Jahr 2019 erstmals die Stromerzeugung aus fossilen Stein- und Braunkohlekraftwerken übertreffen. Darüber hinaus könnte die Windenergie an Land und auf See die Braunkohle von Platz Eins der Energieträger verdrängen.

Stromerzeugung durch erneuerbare Energien in 2019

aus erneuerbaren Energieträgern stieg in den ersten neun Monaten des Jahres auf insgesamt 183 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. Kwh). Dies waren etwa 9 Prozent mehr als im Vorjahr (167,5 Mrd. Kwh). Besonders bemerkenswert waren die Rekordwindstromerzeugung im Monat März(mit fast 16 Mrd. kWh wurde der bisherige Höchstwert – 15,1 Mrd. Kwh aus dem Dezember 2017- deutlich übertroffen) sowie der sonnige Juni, in welchem mit über sieben Mrd. kWh ein neuer Rekordwert für die Stromerzeugung aus PV-Anlagen erreicht wurde.

Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien ermöglichen den Bau eines Plus-Energie-Hauses. Foto: Regnauer Hausbau

Auch die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen wuchs im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Vorjahres nochmals an. Insgesamt wurde eine Strommenge von 41,9 Mrd. kWh und damit etwa zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum erzeugt. Die Gründe sind neben dem sehr sonnigen Juni auch der Anlagenzubau im Vorjahr sowie zu Beginn des aktuellen Jahres. In den letzten drei Monaten des Jahres 2019 wird witterungsbedingt nur wenig PV-Strom erzeugt, so dass der gegenwärtig erreichte Zuwachs bereits ein guter Indikator für das Gesamtjahresergebnis ist.

Entwicklung im Wärmebereich durch erneuerbare Energien in 2019

Die Entwicklung im Wärmebereich kann mangels belastbarer unterjähriger Daten zum jetzigen Zeitpunkt nur eingeschränkt beurteilt werden. Der weitere Ausbau von Solarthermie- und Wärmepumpenanlagen kann jedoch auf der Grundlage der Antragszahlen des Marktanreizprogramms (MAP) und Verbandsinformationen abgeschätzt werden. Hier kam es zu einem weiteren Bestandszuwachs von Wärmepumpenanlagen, während der Zubau an Solarthermieanlagen rückläufig ist und die insgesamt installierte Kollektorfläche kaum noch zunimmt.

Sogenannte Plusenergiehäuser mit einer PV-Anlage und Sonnenstrom erwirtschaften ein Plus an Energie, somit mehr als sie selbst benötigen und verbrauchen.

lebt in Stuttgart und betreibt als unabhängiger Holzhaus-Experte aus Leidenschaft verschiedene Blogs und das Portal holzbauwelt.de. Er informiert über Trends im Wohnungs- und Gewerbebau mit dem Baustoff Holz und Fördermöglichkeiten für den privaten Bauherr. E-Mail senden