Stationäre Batteriespeichersysteme in Verbindung mit Photovoltaikanlagen werden seit 01.03.2016 neu gefördert. Durch Solarstromspeicher können Betreiber von Solarstrom-Anlagen den Anteil des selbst verbrauchten, eigenerzeugten Solarstroms mehr als verdoppeln.

 

Solarstromspeicher werden zur unverzichtbaren Größe für den Erfolg der voranschreitenden Energiewende. Das „dynamische Duo“ Photovoltaik + Speicher kann Verbraucher unabhängig machen von steigenden Strompreisen. Desweiteren kann es zur Netzstabilität und zum Klimaschutz beitragen. Damit wird die Eigenversorgung mit sauberem Strom auf ein ganz neues Level gehoben.

Die Besitzer der Speichersysteme können sich doppelt freuen: Sie können den eigenen Solarstrom auch nach Sonnenuntergang nutzen und sich dadurch noch unabhängiger machen.

Solarstromspeicher-Anlage mit Batteriespeicher

Wer sich jetzt für den Kauf einer für Ein- und Zweifamilienhäuser typischen Solarstrom-Anlage mit Batteriespeicher entscheidet, erhält eine Unterstützung vom Staat. Beim Neubau eines Plusenergiehauses ist diese Technik bereits Standard. Wie hoch die Förderung vom Staat zur Anschaffung des Speichers genau ausfällt, hängt vom Preis des Speichers, der Leistung der Solarstrom-Anlage und dem Antragsdatum ab.
Die Förderung ist degressiv angelegt. Der Anteil der förderfähigen Kosten sinkt in fünf halbjährlichen Stufen von anfangs 25 Prozent auf nur noch 10 Prozent zum Ende der Förderung im zweiten Halbjahr 2018.

Der Umstieg auf erneuerbare Energien wird durch die Förderung für alle Bürger günstiger. Die Batteriespeichersysteme sind netzdienlich und jeder geförderte Speicher reduziert den Netzausbau.

Batteriespeichersysteme speichern den Solarstrom und verdoppeln die Nutzung des selbst erzeugten Stroms
Solarstrom intelligent speichern und Stromnetze entlasten

Batteriespeichersysteme mit Zuschuss

Das von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWI) aufgelegte  Programm soll die Markt- und Technologieentwicklung von Batteriespeichersystemen anregen. Zudem bietet es zinsgünstige KfW-Kredite und Tilgungszuschüsse aus Mitteln des BMWI. Die geförderten Systeme leisten einen Beitrag zur besseren Integration von kleinen bis mittelgroßen Photovoltaik-Anlagen in den Strommarkt. Das Programm läuft nun bis zum Jahresende 2018.

Weitere Informationen zum Programm 275 erhalten Sie unter „www.kfw.de/batteriespeicher“.

AntragszeitraumAnteil förderfähiger Kosten
1.3.2016 bis 30.6.2016

25 Prozent

1.7.2016 bis 31.12.2016

22 Prozent

1.1.2017 bis 30.6.2017

19 Prozent

1.7.2017 bis 31.12.2017

16 Prozent

1.1.2018 bis 30.6.2018

13 Prozent

1.7.2018 bis 31.12.2018

10 Prozent

Die wichtigsten Änderungen gegenüber dem Vorgängerprogramm sind u. a.:

  • Die Photovoltaikanlage darf höchstens 50 % der installierten Leistung in das Stromnetz einspeisen (vorher 60 %).
  • Für die geförderten Batterien muss eine Zeitwertersatzgarantie des Herstellers von 10 Jahren vorliegen (vorher 7 Jahre).
  • Die Höhe der Tilgungszuschüsse ist über den Programmzeitraum degressiv gestaltet, das heißt, die Tilgungszuschüsse sinken je nach Zeitpunkt der Antragstellung stufenweise von 25 % auf 10 % der förderfähigen Kosten.

Damit soll ein Anreiz gesetzt werden, dass die Hersteller technologie- und produktionsbedingte Kostensenkungen an die Kunden weiter geben.

Dr. Ingrid Hengster, Mitglied des Vorstands der KfW, sagte: „Die im Mai 2013 begonnene Förderung von Batteriespeichersystemen hat einen wichtigen Anstoß zur Entwicklung der Technologie und des Marktes gegeben. Die Fortschritte sind beachtlich, aber noch brauchen wir gezielte und wohl dosierte Förderimpulse auf dem Weg zu einem sich selbsttragenden und wettbewerbsfähigen Markt, der ohne Zuschüsse auskommt. Wir sind davon überzeugt, dass dieser sich bis Ende 2018 entfalten kann.“

 

lebt in Stuttgart und betreibt als unabhängiger Holzhaus-Experte aus Leidenschaft verschiedene Blogs und das Portal holzbauwelt.de. Er informiert über Trends im Wohnungs- und Gewerbebau mit dem Baustoff Holz und Fördermöglichkeiten für den privaten Bauherr. E-Mail senden