Plusenergiehäuser als Fertighaus bauen

Plusenergiehäuser als Fertighaus bauen mit einer Photovoltaik-Anlage.  Und die eigene Stromtankstelle vor dem Haus.

Energieeffizientes Bauen und Elektromobilität vereinen sich zu einem Energieplus-Haus. Plus-Energie-Häuser entstehen dann, wenn die Gebäudehülle effektiv gedämmt wird, die Haustechnik besonders verbrauchsarm ist. Zudem produziert eine Photovoltaik-Anlage den eigenen Öko-Strom. Plus-Energie-Häuser verbrauchen weniger Photovoltaik-Anlage zur StromgewinnungEnergie als durch deren Energiegewinnung entsteht.

Plusenergiehäuser erzeugen eigenen Ökostrom
Plusenergiehäuser mit eigener Stromtankstelle

Plusenergiehäuser erzeugen Strom selbst

Mit einer Speicherbatterie kann das „Plus“ an Energie für den Hausverbrauch zwischengespeichert werden. Der selbst erzeugte Ökostrom der Energieplushäuser dient ebenso der Betankung eines Elektroautos oder wird ins öffentliche Netz eingespeist.

Wesentlich für die Wirtschaftlichkeits- und Ökobilanz ist es,  generell den Energieverbrauch im Haus zu maximieren. Bei der Energie reden wir von drei Sparten: die elektrische, die thermische (Wärme) und drittens die Energie für Mobilität. Über die Deckung dieser drei Energiebedarfe muss sich künftig jeder der ein Fertighaus bauen lassen möchte, Gedanken machen.

Photovoltaik-Anlage zur Stromgewinnung

Die Installationskosten für Photovoltaik-Anlagen und somit die Erzeugungskosten von Solarstrom sin in den letzten Jahren stark gesunken. Man kann also inzwischen günstiger Strom selbst produzieren, als Netzstrom kaufen.

Zu Beginn des Solarzeitalters installierte man möglichst große Photovoltaik-Anlagen auf Südflächen um einen maximalen Ertrag über die Einspeisung  zu erhalten. Heute baut man die Anlagen so, dass sie sich am tatsächlichen Bedarf der Hausbewohner orientieren.

Als Beispiel: eine vierköpfige Familie benötigt an einem Tag etwa zehn Kilowattstunden Energie. Sieben davon tagsüber, wenn die Photovoltaikanlage Erträge bringt und etwa drei in der Nacht.  Dafür reicht eine Photovoltaikanlage mit sechs bis sieben Kilowatt-Peak, mit Modulen in Ost-West-Ausrichtung. Sie erzeugt zwischen zwanzig und dreissig Kilowattstunden Strom am Tag und zwar vormittags und nachmittags. Somit kommt die Photovoltaikanlage viel näher an die Zeiten heran, an denen man die gewonnene Energie auch verwenden kann.

Mit so einer Photovoltaikanlage kann man einen Eigenverbrauchsanteil von 20 – 30 Prozent erreichen. Durch eine Speicherbatterie oder thermische Speicher für Warmwasser kann die Eigenverbrauchsquote auf ca. 60 Prozent erhöht werden. Durch die zusätzliche Betankung eines Elektroautos kann gar ein Eigenverbrauchsanteil von 90 Prozent enstehen.

lebt in Stuttgart und betreibt als unabhängiger Holzhaus-Experte aus Leidenschaft verschiedene Blogs und das Portal holzbauwelt.de. Er informiert über Trends im Wohnungs- und Gewerbebau mit dem Baustoff Holz und Fördermöglichkeiten für den privaten Bauherr. E-Mail senden